Tollwut auf Bali
Wer Bali bereist, dem fallen sie früher oder später zwangsläufig auf: die vielen freilaufende Hunde. Hunde fristen in Bali oft ein trostloses Dasein. Im hinduistischen Glauben sind Hunde nicht sonderlich hoch angesiedelt, und Balinesen sind oft so mit ihrer spirituellen Entwicklung beschäftigt, dass sie sich so gut wie gar nicht um ihre Vierbeiner kümmern. Die Folge sind viele streunende und freilaufende Hunde, die zwar Besitzer haben und auch ab und an nach Hause laufen – den Großteil des Tages verbringen sie jedoch für sich.
Freilaufende Hunde können Ihre Aggressionen im Feld ausleben, und die ständig ausgetragenen Revierkämpfe tragen dazu bei, dass die Hunde Balis sehr ausgeglichen sind. Dennoch besteht seit Juni ernsthafte Gefahr für Urlauber, denn seit über 10 Jahren sind zum ersten mal wieder Tollwutfälle aufgetreten.
Vermutlich wurde die Seuche durch illegal eingeführte Hunde eingeschleppt. Mittlerweile sind über 50 Menschen auf Bali gestorben. Die balinesischen Behörden haben begonnen Massenkeulungen an streunenden Tieren durchzuführen.
Jedem Rucksack- und Abenteuertouristen sei dringend angeraten, die 3-teilige Impfung vor Reiseantritt durchführen zu lassen und alle Tiere in freier Wildbahn, etwa Hunde, Katzen und Affen zu meiden. Wer trotzdem gebissen wird, sollte die Wunde sofort mit Seife auswaschen, desinfizieren und dann unmittelbar einen Arzt aufsuchen – der eine andere Impfmethode anwendet. Seit Beginn letzten Jahres wurden so über 500 gebissene Menschen auf Bali behandelt.




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