Bali-Reise Blog abonnieren Bali Reise I Rundreise in Indonesien & Bali

Java


Hauptbild JavaJava gilt trotz seiner für Indonesien nahe zu überschaubaren Ausmaße, als die bedeutendste Insel der Republik. Gerade deshalb bietet es sich an, genügend Zeit mitzubringen, und Java in seine Reiseroute zu integrieren. Je nach zur Verfügung stehenden Zeit kann man Java einmal quer durchreisen oder aber 2-3 tägige Ausflüge von Bali aus unternehmen. Im Gegensatz zu Bali ist Java noch überhaupt nicht touristisch. Dort kann man das wahre Indonesien eher erleben, als auf Bali.

Auf einer Fläche, die etwa der doppelten Größe von Bayern entspricht, findet der Abenteurer eine Vielzahl von landschaftlichen und kulturellen Gründen, die es mehr als lohnend machen, diesen Teil Indonesiens zu bereisen. Java ist touristisch noch relativ unerschlossen, weswegen sich dem Reisenden noch ein ursprüngliches, fast unberührtes Bild offenbart. Für Java sollte man mindestens eine Woche einplanen – dann ist es aber eher eine Durchreise. Wer in die Kultur eintauchen möchte, und sich auch mal den einen oder anderen Strandtag gönnen möchte, kann gut und gerne mindestens 2 Wochen auf Java verbringen.

Landschaft
Landschaftlich findet man auf Java wie auf ganz Indonesien die komplette Bandbreite der tropischen Vegetationsformen. Grundlage für die immense Artenvielfalt und die dafür notwendige Fruchtbarkeit sind die vielen Vulkane, die sich wie eine Kette über die Insel ziehen. Die höchsten von ihnen werden von Gebirgsregenwald und ab circa 2000 Meter über Normalnull von Nebelwald umgeben. Java ist auch Heimat verschiedener Orchideenarten, Seerosen und Lotusblüten. So ist zum Beispiel die Tigerorchideem die größte Blume der Welt auf Java beheimatet. Besonders auf Ostjava, in den niederschlagsärmeren Regionen der Insel, finden sich Monsunwald und Savannenlandschaften wieder.
Einen Großteil der Inselfläche Javas bedeckt jedoch der immergrüne tropische Regenwald, der mit seinen bis zu 60 Meter in den Himmel ragenden Urwaldriesen, das allgemeine Bild des Urwalds geprägt hat.
Dazwischen findet man immer wieder Kulturflächen – Reisfelder, die wie Mosaiken die Vulkanhänge hinaufkriechen und jede freie Fläche in und zwischen den Dörfern zu bedecken scheinen. Die unterschiedlichen Grünnuancen der Reisparzellen fallen einem schon beim Anflug auf Jakarta auf – und lassen einen auch bei einer Zugfahrt stundenlang wie gebannt auf den grünen Flickenteppich starren.

Kultur
Einen weiteren Flickenteppich -nämlich einen aus Dörfern und Siedlungen – hat das fruchtbare Land geschaffen und über die Jahrhunderte viele unterschiedliche Kulturen auf die Insel gelockt. So entstand einer der dichtesten Siedlungsräume der Erde. Neben den indischen und muslimischen Einflüssen prägten auch Chinesen und Holländer den ursprünglich malaiischen Kulturkreis Javas.
Für den Urlauber eröffnet dies eine unglaubliche Fülle an möglichen Sinneseindrücken.
Ob der Besuch der alten hindu-javanischen Sultansstadt Yogyakarte oder ein Ausflug zum Borobudur – UNESCO-Weltkulturerbe und bedeutende buddhistische Pilgerstätte zugleich – nahezu jeder Ausflug oder jede Unternehmung birgt ein Abenteuer auf Spuren kultureller Vielfalt.
Zudem bietet Java mit seinen Millionen-Metropolen Bandung, Semarang, Surabaya und Jakarta, vier den fünf größten Städte Indonesiens ausreichend Geglegenheit, in die Gegensätze und Faszination einer asiatischen Mega-Stadt einzutauchen.