Bali-Reise Blog abonnieren Bali Reise I Rundreise in Indonesien & Bali

Kuta


Kuta ist die Strand- und Feier-Hochburg Balis und Ziel eines hauptsächlich jungen, partyhungrigen Publikums. Wer zwei Wochen feiern will bis der Arzt kommt, ist hier gold richtig. Günstige Unterkünfte, ein Mittagessen für “eins fuffzig”, das Bier zum Tiefpreis und offenherzige Partyjünger von Down-Under – Wer etwas exotischeres als Ibiza & Co zum Partymachen sucht, sollte sich Kuta nicht entgehen lassen.
Die Erinnerungen an Kutas Fischerdorf- Romantik längst vergangener Tage verblassen hingegen langsam. Vielleicht können ein paar Alt-Hippies noch davon berichten. Heute jedoch regiert der touristische Wahnsinn in Kuta. Überfüllte Bars und Klubs auf Kutas Hauptstraße Jalan Legian, Bierbäuchige Australier die zwischen einer am bodenliegenden Opfergabe und einem Schrein Bierbongs am Straßenrand trinken – das ist Kuta. Das Bild ähnelt ein bisschen den deutschen Touristen am Ballermann. Wahr ist, dass Kuta immer mehr zum Mallorca der Australier mutiert und sich an andere touristische Hochburgen in Süd-Ost-Asien angleicht: Chaweng Beach auf Koh Samui oder Patong auf Pukhet – viele Orte wurden Opfer des internationalen Massentourismus, die sich einig und alleine noch in Nationalität und Kultur unterscheiden. Aber wer zum Feiern und Relaxen in die Ferne fliegt, den stört das weniger.

In Kuta kann man in Hotels aller Preisklassen einchecken, vom Backpacker-Hostel bis hin zum hoch-sternigen internationalen Luxushotel, in dem kein Wunsch unerfüllt bleibt. Auch wenn die für Indonesien typischen kleinen, offenen Stände an denen Händler Silberschmuck, geschnitzte Souvenirs, jegliche Art von Kunsthandwerk anbieten, langsam aber sicher klimatisierten Einkaufstempeln nach westlichem Vorbild weichen, besitzt Kuta einen gewissen Charme.
Auch hier gilt wieder die alte Devise: gegen den Strom schwimmen. Während die Touristen-Massen morgens an den Strand und abends zum feiern pilgern, kann man Kuta, wenn man es genau anders herum macht – auch relativ beschaulich genießen. Früh morgens, wenn die schwüle Hitze noch nicht durch die Straße drückt, kann man Händler beobachten, wie sie sich auf ihren Arbeitstag vorbereiten. Man bummelt zum Teil alleine durch die Läden oder setzt sich mit einem frisch gepressten Fruchsaft oder einem Eis in den Schatten, um das rege Treiben beobachten. Wer dann in die Gesichter der Einheimischen blickt merkt, dass sie den Trouble genießen und ihn auch wollen. Ohne den Massentourismus wären 75% aller Balinesen arbeitslos.
In Kuta isst man hervorragend. Sowohl an der Hauptstraße als auch in Nebenstraßen befinden sich ausgezeichnete Restaurants mit balinesischer, javanischer oder internationaler Küche für jeden Geldbeutel. Wichtig ist es, den kulinarischen Tipp für Traveler zu beachten, dann kann nichts schief gehen:
Bilder auf den Speisekarten
Lass den Ober lieber warten

Unbedingt sollte man eine Gedenkminute am Human Tragedy Memorial einlegen. Das Mahnmal erinnert an die über 200 Toten der Terroranschläge in Bali von 2002 und 2005. Der erste Terroranschlag wurde in der unmittelbaren Umgebung des Mahnmals verübt und führt auf tragische Weise vor Augen, wie nah Freud und Leid manchmal liegen können.

Wenn am frühen Nachmittag urplötzlich der Verkehrsstau Herr über die Straßen Kutas wird, wird es Zeit sich in einen der vielen Massage-Salons zurückziehen – und der von den Klimaanlagen verspannte Rücken und die müde Füße sind so im Nu wieder munter. Mit neuer Energie geht es dann an den Strand. Hier zeigt sich, das Kuta oft unrecht getan wird. Klar teilt man sich den Stadtstrand von Kuta mit einer Vielzahl von Touristen. Das Strandtreiben hat jedoch etwas faszinierendes: Kleine Fressstände bieten Snacks und kalte Getränke. Surfer stürzen sich in Wellen von Kuta Beach, einheimische spielen mit vollem Körpereinsatz Fussball – all das lässt die weiten, weißen Sandstrände zu einem wundervollen Erlebnis werden.
Je länger man am Strand spaziert, desto weniger Leute trifft man. Und wenn die Fresstände urplötzlich Bierkisten zu Sitzgelegenheiten umfunktionieren und einen freundlich einladen Platz zu nehmen, sollte man sich ein kaltes Getränk schnappen und sich das anschauen, was alle Kuta-Besucher, egal ob Partykönig, Surferboy oder Luxus-Tourist in Anmut verweilen lässt: Kutas traumhafte Sonnenuntergänge.

Da Kuta als touristisches Zentrum gilt, bietet es sich aus als Basislager für Ausflüge und Unternehmungen auf Bali an. Von 1-Tages-Trips bis hin zu mehrtägigen Touren, Surftrips, Raftingtouren oder Vulkanbesteigungen – in Kuta kann man an jeder Straßenecke Trips buchen.